Beta · Zugang auf Anfrage

KI-Gesprächspartner für Selbstreflexion auf Deutsch

ÉKHO ist ein Gesprächspartner für Momente, in denen du einen Gedanken laut sortieren möchtest. Du sprichst oder schreibst, ÉKHO stellt Rückfragen und bietet gelegentlich eine vorsichtige Beobachtung an: zum Inhalt, aber auch dazu, wie etwas gesagt wurde. Ob die Beobachtung zutrifft, entscheidest du.

ÉKHO ist ein privates Forschungs- und Reflexionsprojekt in der Beta-Phase. Es stellt keine Diagnosen, bietet keine Therapie und ersetzt keine ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung.

Illustration: Eine Sprechspur mit zügigem Anfang, einer längeren Pause und einer betonten, langsameren Passage. Markiert sind Tempo, Pausen und Betonung, dazu Kontext aus früheren Gesprächen. Beides führt zu einer offenen Frage zum Weiterdenken.
Illustration Schematisches Beispiel, keine Messung

Einordnung

Was ÉKHO ist und was nicht

Viele KI-Chats beantworten Fragen, schreiben Texte oder geben Ratschläge. ÉKHO ist anders ausgerichtet: Ziel ist ein ruhiger, interessierter Dialog, in dem du selbst auf etwas stößt. Statt Lösungen vorzugeben, knüpft ÉKHO an das an, was du gerade erzählt hast, und fragt nach.

ÉKHO ist

  • ein deutschsprachiger Dialog zur Selbstreflexion, per Stimme oder Text,
  • ein Versuch, Beobachtungen als Hypothesen zu formulieren, die du bestätigen, korrigieren oder verwerfen kannst,
  • ein Projekt, das ausdrücklich mit Unsicherheit arbeitet.

ÉKHO ist nicht

  • ein Diagnose-Werkzeug oder eine Therapie,
  • ein Ersatz für Gespräche mit Fachleuten oder vertrauten Menschen,
  • eine medizinische oder psychologische Diagnose.

Stimme

Stimme und Text: Was den Unterschied ausmachen kann

Ein geschriebener Satz zeigt, was du sagst. Gesprochene Sprache enthält zusätzlich Merkmale wie Sprechtempo, Pausen, Betonung und Stimmverlauf. ÉKHO versucht, solche Merkmale gemeinsam mit dem Inhalt zu betrachten. Nicht, um dich zu vermessen, sondern um eine Frage zu finden, die ein reiner Textchat leicht überhört.

Ein Beispiel

Was gesagt wird

„Das Projekt läuft eigentlich gut. Nur das Meeting am Donnerstag, da weiß ich noch nicht so recht.“

Ein Transkript bewahrt die Worte, aber nicht, wie lang eine Pause war oder wie schnell gesprochen wurde.

Wie es gesagt wird

Angenommen, der erste Teil kommt zügig. Vor „das Meeting am Donnerstag“ entsteht eine deutlich längere Pause, danach wird das Sprechtempo langsamer.

Mögliche Beobachtung

„Mir fällt auf, dass du vor dem Donnerstag kurz innegehalten hast und danach langsamer geworden bist. Ist das ein Punkt, der gerade mehr Raum braucht, oder täusche ich mich?“

Die Grenzen dieses Beispiels

Eine Pause kann vieles bedeuten: Du hast nachgedacht, wurdest abgelenkt, hast nach einem Wort gesucht oder warst einfach müde. Ein einzelnes Stimmsignal beweist weder ein Gefühl noch einen inneren Zustand. Deshalb formuliert ÉKHO solche Hinweise als Frage und nicht als Feststellung.

Akustische Merkmale hängen außerdem von Mikrofon, Umgebung, Sprechgewohnheiten und Tagesform ab. Wenn du eine Beobachtung verwirfst, ist das ein gültiges Ergebnis und kein Fehler deinerseits. Eine Vermutung soll auch nicht dadurch zur Tatsache werden, dass sie gespeichert wurde.

KI-generierte Konzeptillustration zu ÉKHO: Stimme, Zuhören und Resonanz
KI-generiert Konzeptillustration für ÉKHO

Abgrenzung

Warum ÉKHO, wenn es ChatGPT gibt?

Auch mit ChatGPT kannst du per Stimme nachdenken und reflektierende Fragen stellen (OpenAI-Hilfe zu ChatGPT Voice). ÉKHO bündelt eigenständige Audioanalyse, Gesprächskontext und eine auf Selbstreflexion ausgerichtete Gesprächsführung. Du kannst frei erzählen, ohne dir dafür erst eine Gesprächsanleitung auszudenken. Das zeigt sich an drei Stellen:

  • Stimme als eigener Hinweis.

    Eine eigene Audioanalyse betrachtet Merkmale wie Tempo, Pausen und Betonung getrennt von deinen Worten und bringt sie als vorsichtigen Hinweis in das Gespräch ein. Was du tatsächlich sagst, hat Vorrang.

  • Themen im Zusammenhang.

    Frühere Gespräche und wiederkehrende Themen können einfließen. Erinnerungen werden mit ihrem Status geführt: Was nur vermutet ist, bleibt eine Vermutung und wird nicht als Tatsache behandelt.

  • Beobachtung getrennt von Deutung.

    Die Gesprächsführung zielt auf eine kurze Beobachtung oder eine gezielte Frage statt auf Ratschläge. Was eine Beobachtung bedeutet, bleibt offen, bis du sie selbst einordnest.

ÉKHO nutzt bestehende Sprachmodelle und ergänzt sie um eigene Audioverarbeitung, den Umgang mit Kontext und Unsicherheit sowie eine eigene Gesprächsführung. Die Stimmhinweise sind Beta: Sie stehen nicht immer zur Verfügung und können danebenliegen.

Beta

So funktioniert der Beta-Zugang

ÉKHO wird derzeit mit einem kleinen Kreis von Testpersonen erprobt. Es gibt keine offene Registrierung und keinen sofortigen Zugang.

  1. Öffne die Startseite und wähle „Zugang anfragen“.
  2. Gib deine E-Mail-Adresse und in einem kurzen Satz an, was dich an ÉKHO interessiert. Der Name ist optional. Bestätige anschließend die Einwilligung.
  3. Die Anfrage wird persönlich gelesen. Ist ein Platz in der Beta frei, kommt die Antwort an die angegebene Adresse.

Ob und wann ein Zugang möglich ist, hängt von der aktuellen Kapazität der Beta ab.

Passt das?

Für wen ÉKHO passt

  • Für Menschen, die Gedanken lieber laut sortieren als aufschreiben.
  • Für alle, die nach einem Gespräch, einer Entscheidung oder einem langen Tag in Ruhe nachdenken möchten.
  • Für Neugierige, die wissen wollen, ob die eigene Sprechweise etwas zeigt, das im geschriebenen Wort fehlt, und die solche Hinweise kritisch prüfen.
  • Für Testpersonen, die eine Beta mit Ecken und Kanten ausprobieren und ehrliche Rückmeldung geben möchten.

Wo die Grenzen liegen

ÉKHO ist ein Reflexionsprojekt und keine klinische Versorgung. Es ist nicht dafür gedacht, psychische Beschwerden zu erkennen, zu begleiten oder zu behandeln.

FAQ

Häufige Fragen

Ist ÉKHO eine Therapie-App?

Nein. ÉKHO ist ein Reflexions- und Forschungsprojekt. Es stellt keine Diagnosen, gibt keine Behandlungsempfehlungen und ist nicht klinisch geprüft.

Muss ich sprechen, oder kann ich auch schreiben?

Beides ist möglich. Beobachtungen zur Sprechweise kann es naturgemäß nur geben, wenn du sprichst. Im Textdialog bezieht sich ÉKHO auf den Inhalt.

Bewertet ÉKHO meine Stimme?

ÉKHO stellt keine medizinische oder psychologische Diagnose. Merkmale wie Tempo oder Pausen sind als Anlass für eine Rückfrage gedacht, deren Antwort bei dir liegt.

Wie zuverlässig sind die Beobachtungen?

Sie sind Hypothesen und können falsch sein. Genau deshalb kannst du sie bestätigen oder verwerfen. Eine wissenschaftliche oder klinische Genauigkeit wird nicht behauptet.

Ist ÉKHO ein Sprachtagebuch?

ÉKHO ist in erster Linie als Gespräch gedacht, nicht als Archiv für Einträge. Wer vor allem festhalten möchte, was passiert ist, ist mit einem klassischen Tagebuch oft besser bedient.

Wo finde ich Hinweise zum Datenschutz?

Impressum, Nutzungsbedingungen und Datenschutzhinweise stehen auf der Startseite im Abschnitt „Rechtliches“. Sprach- und Audiodaten werden im Projekt als sensibel behandelt.

Neugierig geworden?

Auf der Startseite kannst du eine Anfrage für den Beta-Zugang stellen. Wenn du erst einmal ohne App reflektieren möchtest, findest du zwölf Fragen mit einer kurzen Anleitung im Leitfaden.